Eltern-Schüler-Werkstatt

 

Eltern-Schüler-Werkstatt, ein Bildungsprojekt der Lernenden Region Heilbronn-Franken e.V. in Zusammenarbeit mit Partnerschulen, Unternehmen sowie sozialen und öffentlichen Einrichtungen. Jedes Jahr haben Haupt-, Werkreal- und Realschüler die Möglichkeit, an den Partnerschulen gemeinsam mit ihren Eltern an unterschiedlichen Workshops teilzunehmen. Dadurch sollen die Schüler für die Berufsorientierung interessiert und mobilisiert werden, und somit der Übergang in eine Ausbildung erleichtert werden.

Martin Dörner
Vollzeitausbilder bei SWG Produktion

Berufsorientierung, wie sie sein soll!

Insgesamt 35 Unternehmen und Institute aus den unterschiedlichsten Branchen waren 2018 Teil der Eltern-Schüler-Werkstatt an der Georg-Wagner-­Schule in Künzelsau. Da durfte auch SWG nicht fehlen. Zu diesem spannenden Tag haben wir unserem Ausbilder Martin Dörner ein paar Fragen gestellt:

SWAG: Was haben die Schüler mit euren Azubis machen können?

Martin Dörner: Wir haben letztes Jahr das Brettspiel „Mühle“ hergestellt. Dabei wurden Aluminium- und Messingwerkstoffe benutzt und unsere Azubis konnten den Schülern die Grundfertigkeiten eines industriellen Metallberufs wie Feilen und Bohren näherbringen. So hatten die Schüler die Chance, in die Berufe des Maschinen- und Anlagenführers sowie des Industriemechanikers hineinzuschnuppern.

SWAG: Wie fanden die Azubis das Projekt?

Martin Dörner: Aktionen wie diese bringen Abwechslung in den Ausbildungsalltag und werden daher bei den Azubis immer gerne angenommen. Die Zusammenarbeit zwischen den Azubis und den Schülern hat sehr gut funktioniert, wodurch der Spaß hierbei keinesfalls zu kurz kam. Die Azubis haben die Möglichkeit mit den Schülern ins Gespräch zu kommen und unverfänglich über ihre Ausbildung, die Vorzüge, aber vielleicht auch über die weniger schönen Angelegenheiten, zu denen für viele wohl das Berichtsheft zählt, zu erzählen.
SWAG: Welche Rückmeldungen kamen von den Eltern und den Schülern?
Martin Dörner: Von den Teilnehmern haben wir durchweg positive Rückmeldung bekommen, was uns natürlich sehr freut. So können wir sehen, dass wir mit diesem Projekt auf dem richtigen Weg sind.

SWAG: Wer kann mitmachen?

Martin Dörner: Die Georg-Wagner-Schule Künzelsau ist eine ausgewählte Partnerschule für die Eltern-­Schüler-Werkstatt. Alle Schülerinnen und Schüler dieser Schule von der 5. bis zur 10. Klasse können an diesem Projekt teilnehmen. Wir freuen uns, wenn die Schüler mit ihren Eltern kommen und so die einzigartige Chance ergreifen, in unbekannte Ausbildungsberufe zu schnuppern.

SWAG: Sie finden also, dass die Eltern-Schüler-­Werkstatt ein sinnvolles Projekt ist?

Martin Dörner: Ja, auf jeden Fall! Es gibt kaum eine einfachere Möglichkeit in den persönlichen Kontakt mit den Unternehmen in der Region zu treten, sowie seine persönlichen Interessen und Stärken herauszufinden. Dies kann ein bedeutender Schritt auf dem Weg zum passenden Ausbildungsberuf sein. Ich finde es auch super, dass die Eltern mit an Bord sind und so die Berufsorientierung ihrer Kinder aktiv unterstützen.
Und auch für uns hat die Eltern-Schüler-Werkstatt einige Vorteile. Wir haben so die Möglichkeit potenzielle Auszubildende für uns zu gewinnen und die Kinder und Jugendlichen praxisnah an die Ausbildungsberufe bei SWG heranzuführen und vielleicht sogar zu begeistern. Im persönlichen Kontakt kommen wir mit den Schülern aber auch mit den Eltern ins Gespräch. Und wenn die Schüler beim Arbeiten mit Metall bemerken, dass dies doch nicht ihrem Traumberuf entspricht, haben sie auch etwas sehr Wertvolles für sich gewonnen! Diese Erfahrung ist wichtig für die persönliche Berufsorientierung.

Weitere interessante Informationen zum Thema sowie Bilder von vergangenen Veranstaltungen könnt ihr auch auf der Homepage der Eltern-Schüler-­Werk­statt sowie der Georg-Wagner-Schule Künzelsau sehen:
www.lernende-region-hf.de
www.gewas-kuenzelsau.de