Ömer Öztürk im Gespräch

Verantwortlich für die kaufmännische Geschäftsführung bei der R. STAHL Schaltgeräte GmbH ist Herr Ömer Öztürk. Im folgenden Beitrag beantwortet er Fragen der Redaktion zu seinem Werdegang.

SWAG: Herr Öztürk, wie lange arbeiten Sie schon für die Firma R. STAHL?

Ömer Öztürk: Im Unternehmen R. STAHL bin ich seit Januar 2005, also schon fast 15 Jahre.

SWAG: Wie war Ihr beruflicher Werdegang und wie sind Sie zu R. STAHL gekommen?

Ömer Öztürk: Ich habe damals angefangen in der Hofratsmühle in Künzelsau, als Controller im Bereich Fördertechnik. Dort war ich bis Juli 2007. Dann kam ich nach Waldenburg in den Explosionsschutz, ebenfalls ins Controlling und war als Key User für die SAP-Einführung mitverantwortlich. Danach habe ich noch ein paar weitere Stationen durchlaufen, unter anderem als Teamleiter im Controlling und im Bereich Rechnungswesen. Ab 2015 kamen die Bereiche Logistik und Zentraleinkauf dazu, die ich ebenfalls leiten durfte.

Seit April 20108 bin ich kaufmännischer Geschäftsführer für die Standorte Waldenburg und Weimar sowie für die R. STAHL Services GmbH am Standort hier in Waldenburg.

SWAG: Was sind Ihre derzeitigen Aufgaben im Unternehmen?

Ömer Öztürk: Die Aufgaben in meinem Bereich sind natürlich sehr vielfältig. In der Geschäftsführung verantworte ich Themen, die übergreifend alle kaufmännischen Belange betreffen. Klar, das Thema “Veränderung” ist gerade eines unserer Steckenpferde, das heißt: die neuen Organisationen, die sich finden müssen und alles was damit zusammenhängt – die Organisationsstrukturen, die jeweiligen Werteflüsse, neue Controlling-Systeme, um das bestehende Controlling-System auf das nächste Level zu heben, also die klassischen kaufmännischen Tätigkeiten, die laufen dann alle zentral bei mir zusammen.

SWAG: Was war denn Ihr Traumberuf als Kind?

Ömer Öztürk: Da hatte ich so die klassischen Berufswünsche die ein Kind natürlich hat. Mich hat immer ganz stark das Thema Transport bewegt. So war es immer mein Traum LKW-Fahrer zu werden!

SWAG: Wie kam es denn dann zu Ihrer jetzigen Berufswahl? es war wohl nicht immer klar, dass Sie mal Geschäftsführer werden möchten?

Ömer Öztürk: Später dann, im Laufe der schulischen Ausbildung und als es schließlich um die Wahl des Studiengangs ging, habe ich schon gemerkt, dass ich eher eine Generalisten-Rolle einnahmen wollte. Für mich war es damals schon keine Option, mich nur auf einen Bereich, zum Beispiel Elektrotechnik oder Biochemie, zu konzentrieren. Ich wollte mich da nicht festnageln lassen, sondern eher in allen Bereichen unterwegs sein können. Der kaufmännische Beruf war da das Richtige, weil man mit einer kaufmännischen Ausbildung nicht nur Zahlen und Euros zusammenzählt. Die kaufmännischen Belange spielen auch in fast allen operativen Bereichen eine große Rolle.

Ich wollte gerne großflächig unterwegs sein und so fiel meine Wahl auf ein Studium der Wirtschaftswissenschaften. Die Zusammenhänge der Betriebswirtschaft haben mich schon immer sehr gereizt und faszinieren mich auch heute noch.

Geschäftsführer, will man das schon werden, wenn man studiert? Ich glaube kaum einer geht Studieren, um zu sagen: “Mein Ziel ist es, Geschäftsführer zu werden.” Natürlich ist es auch eine Frage der Verantwortung. Ich habe schon sehr früh in meiner Laufbahn gerne Verantwortung übernommen, war schon zu Schulzeiten immer der Klassensprecher, auch später in der Uni im Fakultätsrat. Das zieht sich durch meine ganze Laufbahn. Wenn ich Dinge mache, dann mache ich sie gerne vollumfänglich und übernehme selbstverständlich auch die Verantwortung dafür.

SWAG: Unser Leben wir immer schneller: Mobiles Internet und Smartphones lassen uns überall erreichbar sein und Privat- und Berufsleben können immer schwieriger voneinander getrennt werden. Vor welchen Herausforderungen stehen wir heutzutage, wenn wir Job, Familie und Freizeit unter einen Hut bringen wollen?

Ömer Öztürk: Ich sage es mal so: es ist machbar! Man muss jedoch schon schauen, an welchen Stellen man seine Schwerpunkte setzt. Ich persönlich habe zwei kleine Kinder – natürlich ist dann die wenige Zeit mit der Familie und den Kindern sehr intensiv und ich genieße sie total!

Beim Thema Trennung von Beruf und Familie bin ich persönlich überzeugt, dass sich in der Zukunft vieles verbessern wird. Es hängt auch viel davon ab, wie man damit umgeht. Mehr und mehr Unternehmen bieten Homeoffice und flexibleres Arbeiten an, was Menschen in einer Situation wie der meinigen durchaus helfen kann. Da ist dann die Grenze zwischen Beruf und Privatleben manchmal nicht ganz trennscharf, da kann es dann schon mal sein, dass zwischen Windeln wechseln und Flasche geben auch noch eine E-Mail beantwortet wird.

Dies muss meiner Meinung nach nicht zwingend belastend sein, solange es für einen selber in Ordnung ist und es nicht in eine Stresssituation ausartet, in der man sich dann mehr oder weniger selbst unter Druck setzt. Schlussendlich ist es in der Hand jedes einzelnen, damit so vernünftig wie möglich umzugehen. Wenn man das beachtet, so glaube ich, kann das auch gut funktionieren.

SWAG: Sie haben das Thema Homeoffice angesprochen, nehmen Sie das Angebot auch wahr?

Ömer Öztürk: Nein. Dadurch, dass ich in meiner Funktion als kaufmännischer Geschäftsführer auch persönlich ansprechbar sein muss, ist es mir sehr wichtig, physisch vor Ort zu sein ud nicht nur elektronisch. Es würde sicherlich gehen, doch für mich persönlich kommt es momentan nicht in Frage.

SWAG: Wie viel Freizeit bleibt Ihnen und was machen Sie in dieser am liebsten?

Ömer Öztürk: Meine Freizeit ist im Augenblick sehr stark auf die Familie konzentriert. Weil unsere Kinder noch sehr klein sind, ist jede freie Minute in irgendeiner Form von “Kinderprogramm” gefüllt – zum Beispiel gehen wir sehr gerne raus in die Natur. Meine Leidenschaft zum Sport kommt leider etwas zu kurz; dies ist momentan zeitlich einfach nicht möglich, da meine Frau ebenfalls erwerbstätig ist. Die gemeinsame Freizeit ist sehr durchgetaktet und begrenzt.

SWAG: In dieser SWAG Ausgabe soll es rund um das Auto gehen. Nun würde uns interessieren, welches Auto Sie fahren und welche Führerscheinklasse Sie besitzen?

Ömer Öztürk: Ich fahre einen Dienstwagen hier aus dem Hause R. STAHL, das ist momentan ein Mercedes. Ich habe noch die “Führerscheinklasse 3”, so war die Bezeichnung damals. Diese beinhaltet den PKW- und den LKW-Führerschein bis 7,5 to. Mit 25 Jahren habe ich noch nachträglich den Motorradführerschein gemacht.

SWAG: Was wäre Ihr Traumauto für die Zukunft?

Ömer Öztürk: Ich habe eine ganz große Leidenschaft für Automobile und genieße die Mobilität, die ich mit einem Auto habe. Also, mein Traum wäre es einen Porsche zu haben, den ich dann auch am Wochenende für kleinere Ausflüge nutzen würde.

SWAG: Kommen wir noch einmal zurück auf das Unternehmen R. STAHL. Welche Ziele haben Sie noch in Ihrem Berufsleben? streben Sie weitere Schritte auf der Karriereleiter an?

Ömer Öztürk: “Karriereleiter” ist für mich persönlich ehrlich gesagt kein Begriff, denn ich gehöre nicht zu den Menschen, die sagen: In zwei Jahren möchte ich unbedingt diesen oder jenen Posten haben. Ich bin nicht “Postengetrieben”, sondern arbeitsgetrieben. Auch in Zukunft möchte ich für das Unternehmen meine Arbeitskraft einbringen, und zwar so, dass es zu einer gesunden, wirtschaftlich starken und guten kulturellen Entwicklung der Firma R. STAHL beiträgt. Ich mache einfach meinen Job, und wenn dann Verantwortung zu tragen ist, nehme ich diese natürlich gerne an. Aber es ist nicht so, dass mich Titel motivieren und antreiben, gewisse Dinge zu tun.

Ich liebe und schätze die STAHL-Kultur, wo sich die Menschen nicht nur als Mitarbeiter einer Firma, sondern vielmehr als STAHLianer identifizieren. Das muss man aufrechterhalten und das möchte ich in Zukunft gerne vorantreiben.

SWAG: Für das Erreichen dieser Ziele wünschen wir Ihnen alles Gute und bedanken uns herzlich für die Beantwortung der Fragen!